Bei dem leichten „Gewand“ für das Schmuckstück Rolandschule handelt es sich um eine Fassade aus Glasfaserbeton, die von den Spezialisten der HFB-Engineering aus Leipzig hergestellt wurde.
Die bereits bei der damaligen Einweihung von prominenten zeitgenössischen Künstlern mit wertvollen Objekten bedachte Schule sollte auch jetzt wieder ein thematisch passendes Dekor erhalten:
Weißer Buchstabensalat auf dünner Fassadenplatte, von leichtem Antrazit aus dünnem GFB gerahmt.
Professionelle Querdenker hatten schon 1961 bei der Eröffnung der Schule mit Kunststücken nach eigenen Vorstellungen und Gedanken zum schulischen Leben beigetragen.
Weil an einer Grundschule das ABC zum Alltag gehört, wurde das Gebäude jetzt mit großformatigen Fassadenpaneelen aus weissem Glasfaserbeton mit einem recht auffälligen, gewissermaßen erhabenem Buchstabensalat angerichtet.
Die individuelle Gestaltung des Gesamtkunstwerkes Grundschule Rolandstraße machte nach inzwischen 45 Jahren eine umfangreiche Sanierung erforderlich.
Die Bausubstanz war in einem Zustand, der eine „leichte“ Vorgehensweise mit hinterlüfteten Elementen erlaubte, dabei wurden keine zusätzlichen Lasten in die Gebäudekonstruktion eingebracht.
Maximal 45 kg pro Quadratmeter wiegen die durchschnittlich 28 mm starken Beton-Paneele, die mit werkseitig montierten Hinterschnittankern an der Unterkonstruktion befestigt wurden.
Um die 1550 x 5000 mm großen Elemente nach ihrer Herstellung problemlos entschalen zu können, waren bei der Herstellung elastische Matrizen aus Polyurethan in der Shorehärte A 55 produziert und auf Stützformen aus leichten Siebdruckplatten bereitgestellt worden.
Zur korrosionsfreien Armierung der Fassadenelemente wurden alkaliresistente Fasern aus AR-Glas verwendet, die zusammen mit dem Beton in einem kontinuierlichen Spritzverfahren in die Form eingebracht wurden.