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. DP-COMPOUND



Nichts ist leichter
als …
Glasfaserbeton aus mineralischen
DP-COMPOUNDS II ...

DP-Compounds sind gebrauchsfertige Matrix-/-Bindemittelsysteme zur Herstellung dauerhaft beständiger Bauteile aus textil armiertem Beton.
Die Compounds bestehen aus 2 Komponenten, einer erdfeuchten bis cremigen Paste und einem trockenen Bindemittelpulver, das der feuchten Komponente zugeben werden muss. Beide Komponenten, die auch als „Starter Kits“ in 15 kg Gebinden vorrätig sind, werden ohne weitere Wasserzugabe im Verhältnis 2 : 1 aufgerührt.
Die Armierungsfasern aus AR-Glas werden dem verflüssigten Beton am Ende des Mischvorgangs zugegeben und nur kurz eingemischt.
Sämtliche Compounds dieses Matrix-Sortiments, die mit verschiedenen Profilen für mannigfache Verfahren und Anforderungen angeboten werden, sind aus ausgesuchten Rohstoffen zusammengestellt. Allen Varianten gemein ist die einfache Handhabung und Verarbeitung, vor allem aber den daraus gefertigten Bauteilen grundsätzlich dauerhaft wirksame, langzeitbeständige Eigenschaften verleihen.
Selbst der Laie, der sich beispielsweise selbst eine trendige Küchenarbeitplatte mit umlaufenden Rändern und eingelassenen Becken herstellen will, kann diese Aufgabe ohne umfangreiches Zusammenstellen notwendiger Zusatzmittel und –stoffe sowie spezieller Gerätschaften mit einigem Geschick leicht bewältigen.
In die fließ-, bzw. spachtelfähig aufbereitete Masse werden nach dem Auftragen in die Schalung flächige Armierungen eingebettet und verdichtet. Der verstärkenden Funktion dieser Flächenarmierungen aus Fasermatten, Gelegen und Gewirken aus AR-Glas verdanken die ausgesprochen dünn dimensionierten Bauteile letztlich das dicke, solide Aussehen von Beton. Die massiv aussehenden, letztlich aber extrem leichten Elemente zeichnen sich bei fachgemäßer Konstruktion und Statik durch eine beachtliche Stabilität und Festigkeit aus, die es ermöglicht, sie nahezu überall aufstellen oder hängend anbringen zu können.


ANWENDUNGSBEREICHE

Zur Herstellung dekorativer Gegenstände sind diese Matrixsysteme prinzipiell ebenso geeignet wie für ebene Tafeln oder Skulpturen, Kulissen und anderer Fertigteile in hoher Qualität.
Leichte, langlebige und millimeterdünne Fertigteile, attraktive Fassaden mit geringem Gewicht, funktionale Bauteile hoher Festigkeit, permanente Schalungen mit perfekter Oberflächengüte oder belastbare Bodensysteme mit hoher Abriebfestigkeit.

Es gibt kaum einen Anwendungsbereich, bei dem textil verstärkter Beton oder Glasfaserbeton das gewünschte Anforderungsprofil nicht erfüllen kann.

Filigrane Elemente aus Beton oder zementgebundenen Bindemittelsystemen können bei geringen Querschnitten im Zentimeterbereich - oft weniger als 2 cm - in der Regel nicht, bzw. nicht dauerhaft wirksam mit einer Stahlarmierung verstärkt werden.

Die niedrig alkalische DuraPact-Matrix im Verbund mit hoch modularen textilen Armierungsfasern aus Carbon, AR-Glas oder synthetischen Faserfilamenten erfüllt insbesondere bei dünnwandigen und leichtgewichtigen Konstruktionen alle an dauerhaft beständige Bauelemente hinsichtlich festigkeitsrelevanter Eigenschaften geforderten Anforderungen.

Kombiniert mit korrosions- und alkalibeständigen Armierungsfasern zur Herstellung langzeitbeständiger, schlanker und leichter Elemente aus textil armiertem Beton wird die DP-Matrix seit über 20 Jahren als das dauerhafte Matrixsystem für textil bewehrten Beton mit hoher Festigkeit verwendet.

Dieses vielseitige und leicht verarbeitbare Bindemittelsystem enthält neben Spezialzementen und Feinstzuschlägen genau aufeinander abgestimmte Zusatzmittel, es ist wegen seiner relativ großzügig eingestellten Verarbeitungszeit für unterschiedlichste Herstellungsverfahren geeignet.

Ob im vorbeugenden Brandschutz oder bei anhaltend hohen mechanischen und dynamischen Lasten, in Kombination mit textilen Armierungsfasern aus AR-Glas weist die DuraPact-Matrix gegenüber üblichen Betonelementen völlig andere Eigenschaften bezüglich Biegezug- und Zugfestigkeiten auf, die mehrfach höher ausfallen. Die DuraPact-Matrix gilt seit vielen Jahren als erste Wahl für dünne, aber ausgesprochen robuste, widerstandsfähige, hoch belastbare und witterungsbeständige Bauteile aus textil armiertem Faserbeton.


EIGENSCHAFTEN

Die Verwendung der gebrauchsfertigen, mit korrosionsbeständigen Armierungsfasern zu kombinierenden DP-COMPOUNDS ermöglicht es auf sichere und wirtschaftliche Weise, vor allem leichte und ausgesprochen dünne Bauteile mit hoher Qualität zu produzieren.

Hoch modulare Armierungsfasern, eingebettet in der aus den beiden Komponenten Compound & Bindemittelpulver bestehenden Mischung führen nach vollständigem Abbinden und obligatorischer Nachbehandlung zu ungewöhnlichen Zug- und Biegezugfestigkeiten des filigran ausgebildeten Feinbetons.

Das Eigenschaftsprofil hinsichtlich Schlagzähigkeit, Zug- und Biegezugfestigkeit wird primär und maßgeblich durch die den Compounds zudosierten Kurzfasern und Flächenarmierungen erzielt.
Diese Eigenschaften sind einem glasfaserverstärkten Kunststoff viel, viel näher als einem üblichen, viel dicker dimensionierten Beton mit einer Stahlbewehrung.

Im Hinblick auf unterschiedliche Verarbeitungsverfahren und der Einarbeitung weiterer Lagen mit Flächenarmierungen sind die Matrix-Compounds der DuraPact für ein ausreichend lange Verarbeitungszeiten voreingestellt.

Der obligatorische Armierungsanteil von wenigstens 1% kann durch weitere, additive Faserzugaben ins Compound auf bis zu maximal 3 M.-% erhöht werden.

Sollten noch höhere Armierungsanteile gewünscht sein, sind diese durch das Einbetten flächiger Faserarmierungen vorzunehmen. Dies steigert die Festigkeitseigenschaften bei stark reduziertem Materialquerschnitt und –bedarf in weiterem Umfang. Diese zusätzlichen, entsprechend den zu erwarteten Belastungen platziert und orientiert angeordneten ARCS-Matten, Gewebe, Gelege optimieren die ohnehin außerordentlichen Festigkeiten und können ggf. in Kombination verlegt werden.

Faserarmierte Elemente aus einer mit alkaliresistenter Flächenbewehrung laminierten DuraPact-Matrix weisen eine hervorragende Frost-/Taubeständigkeit auf, sie sind erstaunlich schlagfest, duktil, nahezu elastisch und dennoch steif wie ein Brett und hart wie Stein. Dabei verhalten sie sich ausgesprochen unempfindlich gegen Regen, Schnee und Hagelschlag und Vandalismus.

Bei empfohlener Zusammensetzung und Dosierung der aufbereiteten DuraPact-Matrix entsprechen daraus hergestellte textil armierte Elemente und Bauteile wegen der ausschließlichen Verwendung mineralischer Komponenten der Feuerwiderstandsklasse A 1 gemäß DIN 4102.


VERARBEITUNG

(der DP-Matrix zum Spachteln und Laminieren)

Als Modelliermasse eignet sich die Durapact-Matrix zum Spachteln und Laminieren im Auflegeverfahren, sie kann, insbesondere bei größeren Mengen und an vertikalen Flächen auch mit praktischen Pump- und Fördersystemen oder mit passender Spritztechnik auf einen geeigneten Untergrund gebracht werden.

Die zur Festigkeit und Stabilität In die frisch applizierte Masse einzubettenden alkaliresistenten Armierungen aus Gewebe, Gelege oder Fasermatten werden mit einem Kompaktierroller vollkommen eingearbeitet und verdichtet.

Bei der Verarbeitung in Produktionsformen sollte darauf geachtet werden, bei Hinterschneidungen und daraus resultierender Zwängungen elastische Formen, z. B. aus Silikon oder Polyurethan zu verwenden. Elastische Formen ermöglichen eine unkomplizierte und beschädigungsfreie Entformung des zu einem starren Element erhärteten, bei der Entschalung nach wenigen Stunden aber ggf. nicht ausreichend festen Betons.

Mischen
(DuraPact Matrix-Compound II)
Pastöse Komponente A in ein Rührgefäß vorlegen und die Trockenpulver-Komponente B im vorgeschriebenen Verhältnis 2 A + 1 B zugeben. Mit einem schnell drehenden Rührstab (> 600 U/min.) mischen, so dass ein Beton in „cremiger“ Konsistenz aufbereitet wird. Zum Ende des Vorgangs die mitgelieferten Armierungsfasern in ausreichender Dosierung zufügen und zügig in der Masse verteilen.


Kontinuierliches Mischen

Für die Verarbeitung in kontinuierlichen Misch- und Spritzverfahren müssen die gerätespezifischen Kalibrierungsvorschriften beachtet werden.


Laminieren, Spachteln, Modellieren

Homogen angerührtes, gel- oder cremeartiges Material innerhalb der Topfzeit auf den -ggf. mit Trennmittel- vorbereiteten Untergrund applizieren und mit Hand, Pinsel, Spachtel, Rakel oder anderen Arbeitsmitteln verteilen.

Textile Verstärkungsstrukturen, z. B. ARCS-Matten, AR-Gewebe, AR-Gelege oder AR-Gewirke etc. auflegen und mit der Hand oder einem geeignetem Werkzeug, z.B. einem flexiblen Kompaktierroller „einschlämmen“ und verdichten, so dass alle Armierungsfasern gründlich eingearbeitet und völlig benetzt sind. Bei filigranen Laminaten ggf. überschüssige Materialmasse - zu Gunsten eines Festigkeit steigernden Armierungsanteils- entnehmen.

Den Vorgang ggf. durch weitere, möglichst oberflächennahe Armierungslagen bis zur erforderlichen Stärke und Stabilität wiederholen. Die gewünschte Elementdicke kann durch Aufbringen weiterer Modelliermasse erzielt werden.


Gießen

Die Matrixmasse kann durch die Zugabe einer hoch wirksamen Verflüssigerpaste (DuraFLOW) zu flüssig-cremiger Konsistenz aufbereitet werden und ist sodann bei intensivem Rütteln der Form zum lunkerfreien Gießen solider, bzw. massiver Bauteile geeignet.

Von einer verflüssigenden Einstellung durch die Zugabe von weiterem Wasser wird dringend abgeraten, sie beeinträchtigt Eigenschaften und Festigkeiten des erhärteten Abgusses ausgesprochen negativ.


Abbinden, Erhärtung

Die armierte Matrix nach dem Ende der Bearbeitung für bis zu 24 Stunden möglichst ruhig lagern, um Gefügespannungen zu vermeiden. Vorsichtiges Temperieren in warm-feuchter Umgebung, z.B. unter einer Folie, beschleunigt das Abbindeverhalten und optimiert die obligatorische Nachbehandlung.


Entschalung

Ebene Elemente ohne Hinterschneidungen oder komplexe Strukturen sollten möglichst vertikal aus der Form entnommen werden. Bei ausgeprägt sphärischen Elementen, starken Konturen oder Hinterschneidungen müssen die vorzugsweise verwendeten elastischen Formen ohne Gewaltanwendung vom Element „abgeschält“ werden.


Fertigstellung, Nachbehandlung

Bei Bedarf kann die Oberfläche schon wenige Stunden nach der Entformung mit Pigmenten, Farben, Versiegelungen oder Beschichtungen versehen werden. Die für Betonbauteile übliche (möglichst feuchte) Nachbehandlung von bis zu 28 Tagen ist insbesondere bei diesen dünnwandigen Produkten von Vorteil und optimiert die Festigkeitseigenschaften


Vorsichtsmaßnahmen:

Hinweise zum Umgang mit unseren Produkten und zur Entsorgung entnehmen Sie bitte unseren anwendungstechnischen Berichten, Produktdatenblättern, Sicherheitsdatenblättern und entsprechenden Merkblättern.


Zur besonderen Beachtung:

Die Angaben und Hinweise in unseren Informationen dienen der anwendungstechnischen Anleitung und erfolgen aufgrund unserer Versuche und Erfahrungen nach bestem Wissen. Eine Gewährleistung für das Ergebnis im Einzelfall können wir wegen der Vielzahl der Verwendungsmöglichkeiten und der außerhalb unseres Einflusses liegenden Lagerungs- und Verarbeitungsbedingungen der Produkte nicht übernehmen.

Wir empfehlen daher ausreichende Eigenversuche. Im Übrigen verweisen wir auf unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen.






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