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Objektreportage REWE-Markt Essen

Effiziente Bodensanierung durch den Einsatz von High Tech - Armierungen aus AR-Glas in Fließspachteln


Das Objekt


Durch jahrelange Nutzung hatte sich der PVC-Belag der 560 m2 großen Verkaufsfläche des REWE-Marktes in Essen-Borbeck abgenutzt und wies bereits unübersehbare Druckstellen zuvor umgestellter Warenregale und Truhen auf. Der abgenutzte PVC-Belag war etwa 10 Jahre zuvor im Zuge einer Renovierung auf kleinformatige Fliesen (Steinzeug 15 x 15 cm) aufgeklebt worden. In einigen Bereichen fehlte der Steinzeugbelag, so dass der PVC hier direkt auf dem 25 Jahre alten Zementestrich lag. Die Fliesen wiesen größten teils noch eine ausreichende Haftung zum Estrich auf. An dem im Verbund verlegten Zementestrich wurde an zahlreichen Stellen eine Hohllage festgestellt.

Die Aufgabe

Der vorhande PVC-Belag sollte innerhalb kürzester Zeit entfernt und durch einen neuen ersetzt werden. Zur Aufnahme des neuen Belages sollten mit einem Fließspachtel u. a. die Unebenheiten zwischen gefliesten Bereichen und dem direkt zu belegenden Zementestrich ausgeglichen werden.

Die Angebote

Zur Sanierung wurden dem Bauherren zwei Alternativen angeboten. Da auch der Zementestrich zum Teil keinen Verbund mit dem Unterbeton aufwies, stellte das erste Sanierungskonzept den kompletten Ausbau des Unterbodens mit der Verlegung eines neuen Zementestrichs in Aussicht. Die Erneuerung des Bodens hätte mindestens 4 Wochen in Anspruch genommen, da der Zementestrich bis zur Ausgleichsfeuchte trocknen muß, damit er für die Aufnahme des neuen, dampfdichten PVC-Belags geeignet ist. Die Kosten für dieses Vorgehen hätten sich auf insgesamt € 100,00 / m2 belaufen, zuzüglich der Kosten des einmonatigen Nutzungsausfalls.

Der zweite Vorschlag beinhaltete lediglich die Entfernung des alten PVC-Belages, wobei der vorhandene Unterboden mit dem Fliesenbelag belassen werden konnte. Um einen druck- und biegezugfesten Unterboden zu erhalten, der die hohen Punktlasten der aufgestellten Warenregale schadensfrei tragen kann, wurde die Bewehrung des Fließspachtels mit alkaliresistenten AR-Glasfasern “HLP” und ARCS-Matten “SILVER” vorgeschlagen. Dieses alternative Konzept konnte dem Bauherren für € 25 pro m2 angeboten werden. Er erhielt auch deshalb den Zuschlag, weil die Arbeiten innerhalb von nur 4 Tagen, also vielschneller ausgeführt werden konnten.

Die Ausführung

Der alte PVC-Belag wurde mit einem speziellen Stripper entfernt und die Kleberanhaftungen von den Fliesen abgeschliffen. Eine Grundierung, die auf den Fließspachtel abgestimmt ist, wurde wie vorgeschrieben auf die Fliesen aufgetragen, um einen bleibend guten Haftverbund zu gewährleisten.

Nach dem Trocknen der Grundierung wurden ARCOVER Armierungsmatten aus ungerichteten, 50 mm langen AR-Glasfasern ausgelegt, die mit einem löslichen Binder fixiert sind. Diese Armierungen mit einer Breite von 120 cm können gezielt in Zonen platziert werden, die hohe Zugspannungen aufweisen oder bei der Nutzung aufweisen werden. Zur Sicherheit wurden im vorliegenden Fall auf der gesamten Sanierungsfläche zwei Armierungsmatten mit einem Flächengewicht von jeweils 120 g/m2 übereinander verlegt. Sie schwimmen im Gegensatz zu üblichen Gittergeweben nicht auf, so dass sie nicht auf den Untergrund befestigt werden müssen.

Die handelsübliche Fließspachtelmasse wurde nach Werksvorgabe angemacht und nach 3 bis 5 Minuten Reifezeit mit 250 g “INSIDE HLP” pro 25kg-Sack versehen. Diese Armierungsfasern verteilen sich vollkommen gleichmäßig in der Spachtelmassen, ohne Klumpen zu bilden oder die Fließfähigkeit herabzusetzen. Nach dem Ausgießen auf die oben genannten Armierungsmatten wurde die Spachtelmasse wie üblich verteilt und mit einer Stachelwalze entlüftet.

Die Armierungsfasern aus AR-Glas richten sich dabei nicht auf, so daß die Oberfläche der Spachtelschicht, wie gewohnt, vollkommen glatt ist. Das Abschleifen oder Abflämmen herausstehender Fasern gehört bei ARCOVER-Produkten endgültig der Vergangenheit an.

Nach 4 Tagen war die Sanierung abgschlossen, die Verkaufsregale konnten wieder aufgestellt und gefüllt werden.

Die innovative Bewehrung mit AR-Glasfasern

Die AR-Glasfasern werden bereits seit einigen Jahrzenten zur Herstellung von sehr feingliedrigen und biegefesten Bauteilen aus Glasfaserbeton verwendet. Da sie im Einsatz als Dach- oder Fassadenelemente dauerhaft ihre Festigkeit auch unter extremer Bewitterung behalten müssen, verlangt das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) den Nachweis der Korrosionsbeständigkeit der Glasfaserarmierung im Zementstein. Die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung des DIBt wurde ausschließlich alkaliresistenten AR-Glasfasern erteilt, weil sie aufgrund ihres erheblichen Zirkoniumgehaltes als einzige Glasart dem korrosiven Angriff von alkalischem Zementstein ohne Festigkeitsverlust standhält. Fasern aus herkömmlichem Bor-Silikat-Glas (sog. E- oder C-Gläser), die zur Verstärkung von Kunststoffen entwickelt wurden, verlieren im Kontakt zu Zement ihre Festigkeit innerhalb kürzester Zeit und werden völlig zerstört.

Die hervorragenden Eigenschaften der AR-Glasfasern können auch zur Verstärkung zementgebundener Estriche und Bodenausgleichsmassen genutzt werden. Zur Verstärkung des Fließspachtels sollten die bauaufsichtlich zugelassenen 12 mm langen AR-Glasfasern benutzt werden. Sie sind mit einem Durchmesser von ca. 0,013 mm sehr fein und besitzen einen ungefähr 3-fach höheren Elastizitätsmodul als Zementstein. Somit können sie die Spannung des Mörtels sehr wirkungsvoll übernehmen und ihn statisch armieren. Selbst bei der starken Biegebeanspruchung, die über Hohllagen des alten Estrichs zuerwarten sind, kann damit eine Rißbildung in der Ausgleichsschicht verhindert werden. Bei der gewählten Zugabemenge von 150 g pro 25kg-Sack einer handelsüblichen Fließspachtelmasse errechnet sich eine Bewehrungsdichte von immerhin 24 Fasern pro cm2.


Arcover.

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