Portal-HOME arrow Bodensanierung arrow Objektberichte arrow Düsseldorf Hüttenstr.

Main Menu
Portal-HOME
Über uns
Produkte
Aktuelles
Referenzen
Angebot
Fassadenelemente
Bodensanierung
Kontakt
Kontaktformular
Produktdatenblätter
Muster_Datenblatt
Login





Passwort vergessen?
Wer ist Online?

Objektreportage Düsseldorf/Hüttenstr.:


Betr.: Belagsvorbereitung eines Holzdielenbodens mit AR-Glasfasermatte „SILVER“ und AR-Glasfasern „HLP“

Das Objekt

Ladenlokal Düsseldorf-Innenstadt.
1 Raum mit 2 Außentüren, Türdurchgang und Versprüngen, ca. 25 m2 Holzdielenboden im Erdgeschoß mit Unebenheiten und leichtem Gefälle

Die Aufgabe

Der Auftraggeber, ein Computerfachhändler, wünschte vom Oberbodenlegereinen planebenen Belag aus Laminat auf einem ca. 50 Jahre alten Holzdielenboden. Der Übergang zum Verkaufsraum - mit bestehendem Estrich sollte ohne Absatz im Bodenbelag ausgeführt werden.

Das Alternativangebot

Einzunächst vorgeschlagener Spanplattenaufbau schied als Bodenaufbau aus, weil die erforderliche Durchgangshöhe Außentüren nicht mehr gegeben wäre und eine aufwendige Neveauanpassung zum Nebenraum notwendig geworden wäre.

Die Ausführung

Nach Absprache unseres Anwendungstechnikers mit dem ausführenden Bodenleger vor Ort wurde festgelegt, der handelsüblichen Spachtelmasse zur Verstärkung 250 g pro 25 kg Sack AR Fasern (HLP) beizumischen. Um dem Nivellierspachtel auf dem unebenen und „weichen“ Boden Festigkeit und eine ausreichende Duktilität zu verleihen, wurden zusätzlich AR-Glasfasermatten mit einem Flächengewicht von 120 g / m² zur zusätzlichen Verstärkungeingearbeitet.


Die Bodenrenovation wurde in folgenden Arbeitsschritten durchgeführt:

Fugen der Holzdiele verspachtelt Grundierung gemäß Vorschrift des Spachtelherstellers aufgebracht. Randstreifen angebracht
AR-Glasfasermatte „Silver“ mit ca. 1- 2 cm Überlappung auf Dielenboden ausgerollt (ohne Befestigung) Fließspachtel gemäß Vorschrift angerührt und nach Reifezeit mit 250 g alkaliresistenten „HLP“ AR-Glasfasern pro 25 kg Sack modifiziert. Fließspachtel aufgegossen und mit Glätter wegen der Unebenheiten auf Höhen zwischen 5 bis 25 mm (wesentlich entgegen den des Spachtelmassenherstellers Empfehlungen) verteilt und verlaufen lassen.
Fließspachtel mit Stachelwalze zur Entlüftung und Verdichtung bearbeitet.

Die Lösung

Die verwendete AR-Glasfasermatte „Silver“ besteht aus regellos verteilten, ca. 50 mm langen alkaliresistenten AR-Glasfasern, die mit einem sehr schnell löslichen Binder (keine Appretur) versehen sind. Die AR-Glas-fasermatte schwimmt nicht auf und braucht daher nicht befestigt zu werden. Sie verbleibt beim Ausgießen (schwebend) im unteren Bereich der aufgetragenen Spachtelmasse.

Durch den schnell löslichen Binder wird eine völlige Einbindung der sich vereinzelnden AR-Glasfasern in der Spachtelmasse gewährleistet, ein inniger Verbund ohne trennende Appretur verstärkt den Fließspachtel, der ungehinderten Kontakt zum Boden findet.

Zur Verstärkung des Spachtels zugegebene AR-Glasfasern „HLP“ minimieren das Schwinden, vernetzen die Masse und der erhärtete Fließspachtel erhält ein duktiles Verhalten mit bedeutend gesteigerter Biegezugfestigkeit. Trotz der „hohen“ Faserzugabe verläuft der Fließspachtel unverändert schnell und es wird eine völlig glatte Oberfläche erzielt.

AR-Glasfasern werden seit fast 3 Jahrzenten zur Herstellung sehr feingliedriger und biegefester Bauteile aus Glasfaserbeton verwendet. Da sie im Einsatz als Dach- oder Fassadenelemente dauerhaft ihre Festigkeit auch unterextremer Bewitterung behalten müssen, verlangt das Deutsche Institutfür Bautechnik ( DIBt ) den Nachweis der anhaltenden Korrosionsbeständigkeit der Glasfaserarmierungen im Zementstein. Die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung des DIBt wurde ausschließlich alkaliresistenten AR-Glasfasern erteilt, weil sie aufgrund ihres erheblichen Zirkoniumgehaltes als einziges Glas dem korrosiven Angriff des alkalischen Zementsteins ohne Festigkeitsverlust standhalten. Fasern aus herkömmlichem Bor-Silikat-Glas (sog. E- oder C-Gläser), die zur Verstärkung von Kunststoffen entwickelt wurden, verlieren im Kontakt zu Zement innerhalb kürzester Zeit ihre Festigkeit und werden völlig zerstört. Es ist daher wichtig, immer auf die “allgemeine bauaufsichtliche Zulassung” der entsprechenden Glasfaser für den Einsatz in zementgebundenen Baustoffen als Nachweis der Beständigkeit zu achten.

Die hervorragenden Eigenschaften der AR-Glasfasern können auch zur Verstärkung zementgebunder Estriche und Bodenausgleichsmassen genutzt werden. Zur Verstärkung des Fließspachtels sollten die bauaufsichtlich zugelassenen 12 mm langen AR-Glasfasern benutzt werden. Sie sind mit einem Durchmesser von ca. 0,013 mm sehr fein und besitzen einen ungefähr 3-fach höheren Elastizitätsmodul als Zementstein. Somit können sie die Spannung des Mörtels sehr wirkungsvoll übernehmen und ihn statisch armieren. Selbst bei der starken Biegebeanspruchung, die auf den alten Dielen zu erwarten sind, kann damit eine Rissbildung in der Ausgleichsschicht, auch über den Fugen, verhindert werden. Bei der gewählten Zugabemenge von 250 g pro 25 kg-Sack einer handelsüblichen Fließspachtelmasse errechnet sich eine Bewehrungsdichte von immerhin 48 Fasern pro cm³.

Arcover.

Drucken E-Mail