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Duisburg-Hamborn

Altes Fachwerkhaus:


Belagsvorbereitung eines 70 Jahre alten Holzdielenbodens mit ARCOVER AR-Glasfasermatte „SILVER“ und AR-Glasfasern „HLP“

Das Objekt: Altes Fachwerkhaus in Duisburg-Hamborn.
28 m2 Holzdielenboden im 2. OG mit Unebenheiten und leichtem Gefälle


Die Aufgabe

Vom Bodenleger mußte eine planebene Oberfläche zur Verlegung eines Belages erstellt werden, den der Bauherr wegen seiner Allergie ausgesucht hatte. 
Wegen gesundheitlicher Aspekte  lehnte der Bauherr einen hoch kunststoffvergüteten Nivellierspachtel ab.

Um einen Versatz im Türbereich zu minimieren, bzw. übergangslos angleichen zu können, wurde eine Lösung mit Spanplatten (DM 35,-/m2) verworfen.


Die Alternativangebote

Nach Besichtigung und Absprache unseres Anwendungstechnikers mit dem ausführenden Unternehmen wurde festgelegt, eine ARCS-Glasfasermatte „SILVER“ zur Verstärkung der handelsüblichen Spachtelmasse zu verwenden, die zu dem mit geschnittenen AR-Glasfasern
(250 g „HLP“ / 25 kg Sack) vergütet werden sollte.



Die Ausführung

Der Arbeitsablauf wurde festgelegt und in folgenden Schritten ausgeführt:

Grundierung gemäß Vorschrift des Spachtelherstellers aufgetragen.
AR-Glasfasermatte „Silver“ mit ca. 1- 2 cm Überlappung auf Dielenboden ausgerollt
Fließspachtel vorschriftsgemäß angerührt und nach Reifezeit mit 1% alkaliresistenter AR-Glasfaser „HLP““ (250 g auf 25 kg) vergütet.


Die Lösung

Die verwendete AR-Glasfasermatte „Silver“ besteht aus regellos verteilten, ca. 50 mm langen alkaliresistenten AR-Glasfasern, die mit einem sehr schnell löslichen Binder versehen sind. Die AR-Glasfasermatte schwimmt nicht auf und braucht daher nicht befestigt zu werden. Sie verbleibt beim Ausgießen  im unteren Grenzflächenbereich der Spachtelmasseund verschiebt sich nicht.

Durch den schnell löslichen Binder wird eine völlige Einbindung der vereinzelten AR-Glasfasern gewährleistet. Ein inniger Verbund zum Zementstein ohne trennende Appretur verstärkt den Fließspachtel, der ungehinderten Kontakt zum Boden findet.

Zur Verstärkung des Spachtels zugegebene AR-Glasfasern „HLP“ minimieren das Schwinden, vernetzen die Masse und der Fließspachtel erhält ein duktiles Verhalten mit erheblich gesteigerter Biegezugfestigkeit.

Trotz der Faserzugabe verläuft die Spachtelmasse unverändert schnell, es wird eine vollkommen glatte Oberfläche erzielt.

Zur optimalen Entlüftung des Fließspachtels wurde auch bei diesem Objekt eine Stachelwalze verwendet.

Alkaliresistente AR-Glasfasern werden bereits seit einigen Jahrzenten zur Herstellung von sehr feingliedrigen und biegefesten Bauteilen aus Glasfaserbeton verwendet.

Da sie im Einsatz als Dach- oder Fassadenelemente dauerhaft ihre Festigkeit auch unter extremer Bewitterung behalten müssen, verlangt das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) den Nachweis der Korrosionsbeständigkeit der Glasfaserarmierungen in Zementstein.

Die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung des DIBt wurde ausschließlich alkaliresistenten AR-Glasfasern erteilt, weil sie dem korrosiven Angriff von alkalischem Zementstein aufgrund ihres erheblichen Zirkoniumgehaltes als einzige Glasart  ohne Festigkeitsverlust standhalten. Fasern aus herkömmlichem Bor-Silikat-Glas (sog. E- oder C-Gläser),  zur Verstärkung von Kunststoffen entwickelt und verwendet, verlieren im Kontakt zu Zement ihre Festigkeit innerhalb kürzester Zeit und lösen sich in der Folge auf.

Die hervorragenden Eigenschaften der AR-Glasfasern sind zur Verstärkung zementgebunder Estriche und Ausgleichsmassen in besonderem Maße geeignet.

Die Fasern sind mit einem Durchmesser von ca. 0,013 mm sehr fein und besitzen einen ungefähr dreifach höheren Elastizitätsmodul als Zementstein.

Somit können die AR-Fasern Spannungen in der Spachtelmasse sehr wirkungsvoll übernehmen und diese statisch armieren. Selbst bei einer starken Biegebeanspruchung kann damit eine Rißbildung in der Ausgleichsschicht verhindert werden.

Bei der gewählten Zugabemenge von 250 g / 25 kg im Sack einer handelsüblichen Fließspachtel-masse errechnet sich eine Bewehrungsdichte von immerhin 48 Fasern pro cm³.

Nach dem Verlegen der ARCS-Glasfasermatten wurde ( fast ) wie üblich vorgegangen. Der Spachtel wurde gemäß Vorschrift angerührt, dann jedoch bei Ende der Reifezeit mit 1% (250 g auf 25 kg) geschnittenen Fasern aus einem Dosierbeutel versehen.

Bei dieser Fasermenge bleibt die Fließfähigkeit des Spachtels nahezu unverändert, es stellte sich beim Verteilen des Spachtels sogar ein angenehmer Nebeneffekt ein - der Kellenstrich verschwand völlig.

Nach Erhärten und Trocknen des Spachtels waren keine Risse in der durchschnittlich 7 – 20 mm starken Schicht erkennbar, auch die Dielenfugen waren nicht mehr feststellbar. Das nachträgliche Schleifen gestaltete sich wegen der ebenen Beschaffenheit der Fläche, der nicht vorhandenen Kellenspuren und dem Fehlen sichtbarer bzw. aufstehender Fasern als außerordentlich einfach.

Die Glasfasermatten bestehen aus richtungslos aufgerieselten 50 mm langen AR-Glasfasern, die mit einem löslichen Binder zu einer Matte fixiert werden.

Das Flächengewicht und die Feinheit der Fäden gewährleisten eine gute Durchtränkung der SILVER-Matte mit handelsüblichen Spachtelmassen.

Die außerordentlich große spezifische Oberfläche der AR-Glasfasern (ca. 5 m2 / 250 g) sorgen für den notwendigen Haftverbund zum Nivelierspachtel.

Die Rohdichte der Fasern (2,68 g/cm³) gewährleistet, daß die Matte beim Benetzen bzw. Tränken nicht aufschwimmt, sondern in ihrer Lage am Boden ( in der Zugzone ) verbleibt.

Keine Appretur, daher effektive Verbundhaftung zwischen AR-Glasfaser und Spachtelmasse.

Keine Beeinträchtigung bei der Verarbeitung, insbesondere bzgl. der Fließfähigkeit des Spachtels.

Leichtes Ablängen der Matte durch Knicken und Reissen, keine Schere, Messer oder anderes Werkzeug erforderlich.

Verhindert Sprödbruch, erhöht Duktilität sowie Biegezug- und Zugfestigkeit.

Gute Dimensionsstabilität.

Hoher Elastizitätsmodul ( 72.000 MPa )

Hohe Zugfestigkeit (1.700 N/mm²) der AR-Glasfasern.

Arcover Glasfasern reduzieren nachhaltig Dehnen und / oder Schwinden.

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