Portal-HOME arrow Referenzen arrow Kneipen-Boden

Main Menu
Portal-HOME
Über uns
Produkte
Aktuelles
Referenzen
Angebot
Fassadenelemente
Bodensanierung
Kontakt
Kontaktformular
Produktdatenblätter
Muster_Datenblatt
Login





Passwort vergessen?
Wer ist Online?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ungewöhnliche Erneuerung eines alten Bodenbelages zur Aufnahme von Noramentfliesen aus reinem Naturkautschuk:


Das Objekt

Wegen der Akustik in der "In Kneipe" sollten auf Wunsch des Hauseigentümers und des Pächters weder der vorhandene Teppich noch der Parkettboden entfernt werden. Trotzdem sollte über diesen unterschiedlichen alten Belägen eine stabile und haltbare Oberfläche für die Verlegung eines Norament Fliesenbelages erstellt werden. Der alte Teppichbelag war etwa 10 Jahre zuvor geklebt verlegt worden.

Die alternative Ausführung, den gesamten Oberboden mühselig zu entfernen und inklusive des heraus zu stemmenden Estrichs zu entsorgen oder aber die Verlegung von Spanplatten über dem alten Belag vorzunehmen, beide Möglichkeiten kamen aus technischen und finanziellen Gründen nicht in Frage.

Die Aufgabe

Zur Aufnahme eines neuen Belages sollten mit einem Fließspachtel die Bodenunebenheiten zwischen alten Teppich- und Parkettbereichen ausgeglichen werden.

Die Ausführung

Nach Besichtigung unseres Anwendungstechnikers mit dem ausführenden Verleger wurde festgehalten, die AR-Glasfasermatte „SILVER“ zur Verstärkung der handelsüblichen Spachtelmasse zu verwenden, die ihrerseits auch mit 1 % AR-Glasfasern „HLP“ (250 g) / 25 kg Sack vergütet werden sollte.

Unser Anwendungstechniker stellte im Bezug auf den Untergrund seine Bedenken dar und konnte dem Verleger, der bereits mehrfach erfolgreich mit ARCOVER-Produkten gearbeitet hatte, aus Gründen der Gewährleistung für dessen beabsichtigtes Vorgehen keine Zustimmung geben.

Trotz der Bedenken führte der Verleger die Vorarbeiten wie folgt aus:

  1. Den alten Teppichboden / Parkett mit Tiefengrund vorgestrichen
  2. Die ARCS-Glasfasermatte „SILVER“ ausgelegt.
  3. Fließspachtel vorschriftsgemäß angerührt und nach der Reifezeit mit 1% alkaliresistenter AR-Glasfaser HLP (250 g / 25 kg Sack) vergütet.
  4. Zur optimalen Entlüftung des Fließspachtels wurde eine Stachelwalze eingesetzt.
  5. Die Oberfläche des Fließspachtels wurde vor der Verlegung des neuen „Noramentfliesen“- Belages angeschliffen.


Nach zwei Tagen wurde der so hergestellte Unterboden mit den „Noramentfliesen“ belegt. Der gespachtelte Boden, im Mittel nur 4 – 8 mm stark, wies trotz aller Bedenken keine Bruch- oder Rißbildung in der gesamten Fläche auf, auch der Übergang von Teppichboden zu Parkett war und blieb "unsichtbar" und rissfrei.

Pächter und Verleger bedankten sich nach der Eröffnung der Kneipe nochmals für die funktionierende Ausführung dieser unüblichen und nicht normgerechten Lösung.

Der Raum wurde zunächst mit speziellen ARCS-Glasfasermatten aus ungerichteten, 50 mm langen AR-Glasfasern ausgelegt.

Diese ARCS-Matten werden gezielt in Zonen plaziert, in denen hohe Zugspannungen auftreten.

Zur Sicherheit wurden im vorliegenden Fall auf der gesamten Sanierungsfläche zwei ARCS-Glasfasermatten mit einem Flächengewicht von jeweils 120 g/m² verlegt.

Sie schwimmen im Gegensatz zu üblichen Putzgittergeweben nicht auf, so daß sie nicht auf dem Untergrund befestigt werden müssen.


Die handelsübliche Fließspachtelmasse wurde nach Werksvorgabe angemacht und nach 3 bis 5 Minuten Reifezeit mit 250 g AR-Glasfasern Typ “HLP” pro 25 kg-Sack versehen. 

6 - 12 mm kurze HLP-Glasfasern verteilen sich vollkommen gleichmäßig in der Spachtelmasse, ohne Klumpen zu bilden oder die Fließfähigkeit des Spachtels herabzusetzen.

Nach dem Ausgießen auf die oben genannten ARCS-Glasfasermatten wurde die Spachtelmasse wie üblich mit dem Glätter verteilt und durch Gebrauch einer Stachelwalze entlüftet.

Die kurzen, in die Spachtelmasse vorgemischten "HLP"-Fasern aus AR-Glas richten sich dabei nicht auf, so daß die Oberfläche der Spachtelschicht, wie gewohnt, vollkommen glatt ist.

Der Einsatz der mineralischen AR-Glasfasern beeinträchtigt auch nicht die Saugfähigkeit der Spachtelmassen, für die Aufnahme des Klebers zur Verlegung der Fliesen ist diese Eigenschaft ebenfalls von erheblicher Wichtigkeit. 

Die innovative Bewehrung mit AR-Glasfasern erfolgt bereits seit einigen Jahrzehnten zur Herstellung sehr feingliedriger und biegefester Bauteile aus Glasfaserbeton.

Da sie im Einsatz als Fassaden- oder Dachelemente dauerhaft ihre Festigkeit auch unter extremer Bewitterung beibehalten müssen, verlangt das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) den Nachweis der Korrosionsbeständigkeit der Glasfaserarmierungen in Zementstein.

Die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung des DIBt wurde ausschließlich alkaliresistenten AR-Glasfasern erteilt, weil sie aufgrund ihres erheblichen Zirkoniumgehaltes ohne Festigkeitsverlust dem korrosiven Angriff  alkalischen Zementsteins standhält.

Glasfaserexperten wissen; Fasern aus herkömmlichem Bor-Silikat-Glas (sog. E- oder C-Gläser), die zur Verstärkung von Kunststoffen entwickelt wurden, verlieren im Kontakt zu Zement ihre Festigkeit innerhalb kürzester Zeit und werden völlig zerstört. Daher können sie keine dauerhafte Bewehrungsfunktion übernehmen. Zur dauerhaften Verstärkung von Zementären Bindemitteln müssen also AR-Glasfasern  zur Anwendung kommen.

Diese alkalibeständigen Eigenschaften der bauaufsichtlich zugelassenen AR-Glasfasern sind auch hervorragend zur Verstärkung zementgebunder Estriche und Bodenausgleichsmassen geeignet.

Zur Verstärkung der hoch alkalischen Fließspachtel können AR-Glasfasern „HLP“ benutzt werden. Sie sind mit einem Durchmesser von ca. 16 µm sehr fein und besitzen einen ungefähr 3-fach höheren Elastizitätsmodul als Zementstein.

Somit können sie die Spannung des Mörtels sehr wirkungsvoll übernehmen und ihn statisch armieren. Selbst bei einer starken Biegebeanspruchung kann mit AR-Fasern eine Rißbildung in der Ausgleichsschicht dauerhaft verhindert werden.

Bei der gewählten Zugabemenge von 250 g HLP pro 25 kg-Sack einer handelsüblichen Fließspachtelmasse errechnet sich eine mittlere Bewehrungsdichte von immerhin 24 Fasern pro cm³.

Drucken E-Mail